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Alphornbläser

Die Begeisterung für Alphörner, führte auch in Trauchgau vor über 50 Jahren zur Gründung einer Alphorngruppe.

Die Pioniere Mathias Romeder, Max und Richard Schwarz waren vom Klang dieser Instrumente derart fasziniert, dass sie sich 1960 die ersten Alphörner selbst fertigten und mit den Noten von Wolfgang Münsterer zu spielen begannen.

Durch die Anschaffung neuer Noten und auch Instrumente entwickelte sich die Gruppe im Lauf der Zeit musikalisch weiter.

So werden auch heute noch alle Alphörner der Gruppe mit viel Liebe zum Detail von unserem Ehrenmitglied Richard Schwarz hergestellt, der nach wie vor aktiv mit dabei ist.

Unsere Alphorngruppe nimmt regelmäßig an verschiedenen z.T. internationalen Alphorntreffen teil und sorgt seit vielen Jahren am Dorffest und den „Allgäuer Abenden“ bei Gästen und Einheimischen gleichermaßen für gute Stimmung und Unterhaltung.

Bau des Alphorns

Der Bau des Alphorns beruht auf einer uralten Technik der Rohrherstellung aus Holz. Auch Wasserleitungen wurden früher so hergestellt.

Die unten gebogene Form des Alphorns rührte früher von der am Hang und somit krumm gewachsenen Fichte her. Heutzutage wird das Fichtenholz zur richtigen Form zugeschnitten, verleimt und der Länge nach halbiert.

Das anschließende Aushöhlen der beiden Hälften auf eine Wanddicke von 5 - 8mm ist eine über 70 Stunden dauernde Handarbeit. Nach der Verleimung der beiden Hälften dient eine Umwicklung auf Peddingrohr als Wasserschutz.

Das Alphorn ist eines der wenigen Blasinstrumente, das heute noch so gebaut wird wie zu seiner Entstehung. Jeder Griff wird von Hand ausgeführt. Bis zu seiner Fertigstellung sind an die 85 Arbeitsstunden nötig. Für den Alphornbauer steht deshalb weniger der lohnende Verdienst im Vordergrund als vielmehr die Freude am Werk und die Begeisterung für sein seltenes Instrument.

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